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Amerikas heilige Krieger – Christliche Missionare im Irak

Oktober 9, 2007


auf Türkisch

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Gleich nach der militärischen Einnahme kamen die Missionare. Und während täglich – auch heute wieder – Menschen sterben – versuchen sie, Muslime zum christlichen Glauben zu bekehren.

PANORAMA Nr. 641 vom 24.06.2004 Amerikas heilige Krieger –

Christliche Missionare im Irak

Anmoderation Anja Reschke: Willkommen zu Panorama Sie sprechen vom heiligen Krieg

sie sehen sich als Märtyrer – andere Religionen sind für sie Ketzerei. Klar, denken Sie – es geht um radikale Islamisten.

Nein, diesmal nicht. Diesmal geht es um radikale Christen. Mehrere Millionen solch streng gläubiger Fundamentalisten gibt es in den USA. Ihnen verdankt George Bush seine Präsidentschaft. Aber diese christlichen Fanatiker treten nicht nur in Amerika auf– sie wollen die ganze Welt bekehren. Eine ungeahnte Chance dafür hat jetzt ausgerechnet der IrakKrieg eröffnet.

Gleich nach der militärischen Einnahme kamen die Missionare. Und während täglich – auch heute wieder – Menschen sterben – versuchen sie, Muslime zum christlichen Glauben zu bekehren. Meist heimlich – aber mit Erlaubnis der US-Regierung. John Goetz und Volker Steinhoff über den heiligen Krieg von Christen. Amateuraufnahmen aus Bagdad. Von außen kaum zu erkennen: dies ist eine neue Kirche. Irakische Christen beim Gottesdienst. Unauffällig dabei: amerikanische Missionare. Die Kirche ist ihr Basislager. Von hier aus wollen sie den Irak bekehren. Tom White hat seine Haare gefärbt. O-Ton Tom White: (Stimme der Märtyrer) „Wir tarnen uns als Touristen. Ich nehme diese Brille, färbe die Haare schwarz; falscher Bart usw. Im Nachbarzimmer hatten wir tonnenweise christliche Literatur; insgesamt haben wir im Irak Zehntausende solcher bunter Bibeln verteilt, Kinderbibeln, das Leben von Jesus usw. Wir Christen sind permanent in einem heiligen Krieg.“ Der Mann mit den Kinderbibeln ist der Boss einer millionenschweren Organisation mit einem bezeichnenden Titel: „Voice of the Martyrs“ – zu deutsch: „Stimme der Märtyrer.“ „Märtyrer“ – so nennt man hier Christen, die im weltweiten Krieg für die religiöse Sache fallen – für „Gottes aggressive Liebe“. Dieser Krieg ist eine Materialschlacht: mit Propaganda und Hilfsgütern sollen die Iraker zu Christen bekehrt werden. O-Ton Todd Nettleton: (Stimme der Märtyrer) „Einige Moslems werden deshalb sehr ärgerlich. Wer sich in einem moslemischen Land zum Christen bekehren lässt, kann deshalb getötet werden. Frage PANORAMA: „Also sterben Menschen wegen Ihrer Aktivität?“


Antwort Todd Nettleton: „Ja, unsere Tätigkeit kann für einige den Tod bedeuten, das wissen wir. Aber die Ewigkeit im Himmel zu verbringen statt in der Hölle – das ist doch ein guter Deal! Selbst wenn es vielleicht zu körperlicher Bestrafung hier auf der Erde führt.“ Die „Märtyrer“ sind nicht die einzigen Missionare im Irak. Das Internet ist voll von Propagandavideos. Im Windschatten der amerikanischen Militärs kamen auch die christlichen Fundamentalisten. Denn: was in anderen arabischen Ländern strikt verboten ist, haben die US-Generäle hier erlaubt: die Missionierung. Im Irak stößt der heilige Krieg der Amerikaner auf wenig Verständnis. O-Ton Scheich Fatih Kaschif Al-Ghita: (Bagdad) „Diese politisch motivierten Missionare schüren Feindseligkeit und Spannungen.“ Im Internet zeigen die radikalen Christen, wie sie, als angebliche Helfer, den Irak zum Christentum bekehren wollen. Doch die Tarnung hilft nur manchmal. Immer wieder werden Missionare getötet, etwa diese radikalen Baptisten. Ihre Organisation, die „Southern Baptist Convention“, schickt die meisten Missionare in den Irak. O-Ton Steve Hardy: (Southern Baptist Convention) „Die Imame haben Angst: Wenn sich das Christentum hier durchsetzt, wird es sich überall im Nahen Osten verbreiten. Im Moment gibt es keinen Ort, der für uns strategisch wichtiger ist als der Irak. Die “Southern Baptist Convention” unterstützt den Krieg von George Bush, und der bedankt sich bei ihnen.“ O-Ton George Bush: (US-Präsident) „Sie repräsentieren über 16 Millionen Baptisten im ganzen Land, und dazu noch die vielen Missionare fern unserer Heimat. Und alle fühlen sich berufen, das Wort des Herrn zu verbreiten und Gottes Königreich zu verkünden.“ O-Ton Alfred Ross: (Institute for Democracy Studies) „Der Präsident George Bush hat selbst von einem „Kreuzzug“ gesprochen. Und es gibt eine wachsende Schar rechter Fundamentalisten in den höchsten Regierungskreisen, die das Ganze als heiligen Krieg gegen den Islam betrachten. Einer davon sitzt hier im Pentagon und koordiniert die Jagd auf Osama Bin Laden: General William Boykin. Wenn er nicht gerade Islamisten jagt, tritt er gern bei den radikalen Baptisten auf. O-Ton General William Boykin:

(Pentagon) „Es geht nicht um Osama Bin Laden – der Feind steht im Reich des Spirituellen.“ Und dann sagt der General noch etwas. Nur auf Tonband dokumentiert. Für einen Moslem eine unglaubliche Provokation: „Mein Gott ist größer als seiner“. Und weiter: „Sein Gott ist ein falscher Gott, ein Götze.“ Auch in dieser Baptisten-Kirche hat der oberste Islamistenjäger der Bush-Regierung seine Lehre verbreitet. O-Ton Jim Dawson: (Baptist Church Broken Arrow) „Unsere Gemeinde war begeistert von General William Boykin. Er hat sein Leben riskiert bei der Armee. Wir lieben unser Militär.“ In der Tat: die Gemeindemitglieder hier denken genauso über den Irak wie der General: O-Ton Umfrage: „Es ist ein Religionskrieg. Sie hassen nicht uns, sondern unseren Gott. Sie glauben an eine Lüge. Es gab schon viele falsche Götter wie Allah. Aber es bleibt eine Lüge, das haben schon die Propheten gesagt.“ Gottesdienst in Broken Arrow im mittleren Westen. Hunderte sind in diese Baptistenkirche gekommen. In den USA gibt es über 40.000 solcher Kirchen. Alle diese Kirchen gehören zur „Southern Baptist Convention“. O-Ton Pastor: (Southern Baptist Convention) „Unser Präsident braucht Euch, unser Militär braucht Euch.“ Der Pastor predigt zu einer Gruppe von Missionaren, die heute auf die Reise geschickt werden. Über 5000 davon sind weltweit im Einsatz. Diese Gruppe etwa fährt nach Mexico. Genauso gern würden sie auch in den Irak. O-Ton Mitglied der „Southern Baptist Convention“: „Ich bin bereit zu sterben. Ich würde auch in den Irak, wenn es den Tod bedeutet. Wir müssen sie besiegen, sie wollen uns töten. Schließlich haben sie 3000 von uns umgebracht. Und dann sollen alle Iraker Christen werden, alle im Nahen Osten. Es ist ein spiritueller Krieg. Wir kämpfen gegen die Mächte der Dunkelheit.“ Nachschub für den Irak. Die Anwerbung neuer Freiwilliger für den heiligen Krieg ist offenbar kein Problem. Über 16 Millionen Amerikaner gehören zur Southern Baptist Convention. Und auch einer, der von ihnen wiedergewählt werden will: der Präsident der USA.

O-Ton George Bush: (US-Präsident) „Die Freiheit ist nicht Amerikas Geschenk an die Welt. Sie ist Gottes Geschenk.“ Gute Zeiten für den Heiligen Krieg. Ab nächster Woche gibt es eine neue Herausforderung – eine irakische Regierung. Dann wird es mit dem Missionieren schwieriger. Doch für die amerikanischen Gotteskrieger ist das bloß neuer Ansporn: O-Ton Tom White: (Stimme der Märtyrer) „Konflikt gehört zur Natur des Christentums“. O-Ton Scheich Fatih Kaschif Al-Ghita: (Bagdad) „Hier wird Politik mit Religion vermischt. Mich erinnert das sehr an El Kaida.“ Bericht: J. Goetz, V. Steinhoff Mitarbeit: Chr. Baars, M. Gürne Schnitt: P. Dosenbach, T. Henke

10 Kommentare leave one →
  1. Februar 3, 2008 11:38 pm

    Möge das irakische Volk die Eindringlinge bald nach Hause schicken!

  2. A.E. permalink
    Juni 26, 2008 3:09 am

    Zum Artikel: PANORAMA Nr. 641 vom 24.06.2004 Amerikas heilige Krieger –
    Christliche Missionare im Irak:
    Ihre Veröffentlichung ist nur ein weiteres Beispiel für den verzweifelten und intoleranten Versuch vieler selbsternannter „Toleranz-Missionare“, den islamischen Radikalismus gegen christlichen Glauben aufzuwiegen und durch Belegung absolut gegensätzlicher Eigenschaften mit gleichen Terms Analogien zu suggerieren, wo diese absolut nicht vorhanden sind; der Begriff des „Märtyrers“ ist ein klassisches Beispiel dafür. Wer dieses Wort heute hört, wird nicht mehr an Christen denken, die selbst unter Folter und Todesandrohung ihrem persönlichen christlichen Glauben nicht abschwören, ohne sich dabei gegen ihre Peiniger physisch zur Wehr zu setzen, sondern an Islamisten, die vorsätzlich andere Menschen töten und dabei akzeptieren, selbst mitgetötet zu werden. Umgekehrt werden Christen, die (verbal und gewaltlos) an den Grundlagen ihres Glaubens festhalten, kurzerhand als „radikale Fundamentalisten“ tituliert und damit auf eine Ebene gestellt mit militanten Moslems. Dabei wird ignoriert oder gar ins Gegenteil verkehrt, daß die Grundlagen beider Religionen absolut nicht miteinander vereinbar sind. Während der islamische „heilige Krieger“ es als seine von Allah gegebene Pflicht sieht, alle „Ungläubigen“ notfalls mit Waffengewalt zu „bekehren“ und wenn dies nicht möglich ist, sie zu töten (und dies durchaus aus dem Koran beziehen kann), was sich übrigens auch und vor allem gegen solche richtet, die sich vom Islam ab- und einer anderen Religion zuwenden, ist das Ziel des christlichen Missionars, Menschen durch Information die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu entscheiden. Kein christlicher Missionar heutzutage wird irgendjemanden zu irgendetwas zwingen, gerade weil christlicher Glaube -ganz anders als der islamische- seiner Ursache nur in einer persönlichen und freiwilligen Entscheidung des Einzelnen gerecht wird. Das zeigt sich allein schon in dem Gegensatz der Antwort von Jesus auf die Frage des Politikers Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ zu dem kompletten politischen (und übrigens antidemokratischen) Programm, das der Koran in Form der Sharia auferlegt.
    Übrigens gab es christliche Gemeinden im Irak schon vor dem Krieg, und mehr als heute noch davon übrig sind. Gemeinden, deren Mitglieder bis heute allein wegen ihrer Glaubenszugehörigkeit benachteiligt, inhaftiert, gefoltert und in nicht wenigen Fällen umgebracht werden. Und das geschieht nicht nur im Irak.
    Weiter zitieren Sie William Boykin folgendermaßen: “Mein Gott ist größer als seiner.” und nennen das eine unglaubliche Provokation für einen Moslem. Nun, wenn ein Christ das nicht wirklich Glauben würde, wäre er inkonsequent, kein Moslem zu werden. Allein schon die Tatsache, daß es offenbar eine Provokation für Moslems sei besagt doch, daß der Moslem seinerseits dasselbe von seinem Gott glaubt. Ist ihnen bekannt, was der 5mal tägliche Gebetsruf: „Allahhu akhbar“ bedeutet? In der Regel mit „Gott ist groß“ übersetzt, ist die eigentliche Bedeutung: „Allah ist größer“. Größer als alle anderen und vor allem dem Gott der aussterbenden christlichen Minderheiten in vielen arabischen Ländern. Eine Provokation für die Christen dort?
    Auch wenn Sie, -ohne ordentliche Quellenangaben- versuchen, den christlichen Glauben auf das in den USA oft von Politik infiltrierte Christentum zu reduzieren, weltweit und ursprungstreu ist „christlicher Fundamentalismus“ ziemlich genau das Gegenteil von islamischem Fundamentalismus.

  3. A.E. permalink
    Juni 26, 2008 3:26 am

    Anm: Besagte FRage des Pilatus war: „Bist du ein König oder nicht?“

  4. musa permalink
    November 19, 2008 2:06 pm

    No body weg war against islam….islam wag war against his self…..read koran you will see the shit that come out from so call allah……west dont need oil no more, that is the end of islam.

  5. Salomon permalink
    Januar 27, 2009 4:35 pm

    Aloha,an den Langsatzfassler,was wollen Sie mir als Erstleser mit ihrem „Schrieb“sagen,ich war Christ und bin zum Islam konvertiert,da für mich die Entscheidung,ganz klar und einfach ist,ohne missioniert worden zu sein,mir hat es gereicht zu sehen,wie meine sog.religion,seit jahrhunderten unter dem vorwand der missionierung andere kulturen ihrer wurzeln beraubt,und zu einer dahinvegetierenden sich angepassten,mitläuferkultur entwickelt hat,das war und wird leider nie die religion die sie meint zu sein,mit ihren 20000 Sekten und Gruppierungen!

  6. Jeremy Mott permalink
    August 30, 2011 4:10 am

    Wenn Ihr den Herrn Jesus nicht als Herr und Heiland, der für Euren Sünden am Kreuz gestorben ist glaubt bleibt Ihr unter Gottes Gericht in alle Ewigkeit. Zwangsbekehrung gibt es nicht, im Gegenteil zum Rom und Islam:

    Johannes 11:25 Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;

    Ist sonst ein andere Mensch für Euch gestorben und wieder auferstanden? Es geht um die Liebe Gottes und die Einwirkung des Heiligen Geistes und nicht die Machtbesessenheit der Menschen!

  7. Januar 30, 2016 9:58 am

    Diesen Bericht hatte ich damals gesehen und war geschockt. Vor Jahren habe ich ihn, ich war noch nicht so fit im Internet, so wie ich ihn abgeschrieben habe, in Foren eingestellt. Gesucht hatte ich ihn oft, gefunden nie. Ich möchte dem Autor auf Knien danken für diese Veröffentlichung hier, sie hilft bei der sachlich fundierten Argumentation gegen die Islamhasser.

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