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Nil’in: ein Demonstrant erschossen, ein weiterer in kritischem Zustand

Dezember 29, 2008

ein Demonstrant erschossen, ein weiterer in kritischem ZustandWährend eines Protests in Nil’in gegen das Massaker im Gazastreifen erschossen israelische Soldaten einen Mann und verwundeten einen weiteren, der zur Zeit in Lebensgefahr schwebt.

Mit scharfer Munition schossen israelische Sodaten auf die Demonstranten und trafen den 22-jährigen Arafat Rateb Khawaje in den Rücken; er starb um 14:45 im Krankenhaus Ramallah.

Mohammed Kasim Khawaje, 20 Jahre alt, erlitt einen Kopfschuss und ringt derzeit im Krankenhaus um sein Leben. Einem weiteren Demonstranten, Mohammed Sror, wurde ins Bein geschossen, seine Verletzung ist jedoch nicht lebensbedrohlich.

Der israelische Aktivist Jonathan Polack beschrieb die Ereignisse: “Fünf Soldaten eröffneten das Feuer aus einer Entfernung von fünfzehn Metern unmittelbar auf eine Gruppe von etwa 15 palästinensischen Jugendlichen, die sich an der Demonstration beteiligten. Sie schossen einem in den Rücken, einem in den Kopf und einem ins Bein.”

ein Demonstrant erschossen, ein weiterer in kritischem ZustandIbrahim Amira, Mitglied des Volkskomitees in Nil’in sagte: “Die Besatzung macht Nil’in zu einem Ghetto, wie sie schon aus Gaza ein Ghetto gemacht hat. Und genauso wie ein Massaker in Gaza gegen diejenigen, welche Widerstand gegen die Belagerung leisten, im Gange ist, so findet dieses auch hier gegen diejenigen statt, die gegen die Apartheidmauer protestieren.”

Arafat Khawaje ist der dritte Einwohner Nil’ins, der bei Demonstrationen gegen die Mauer von israelischen Soldaten ermordet wurde. Am 29. Juli 2008 war der 10-jährige Ahmed Mousa durch einen Kopfschuss getötet worden. Am folgenden Tag war Yousef Amira zweimal aus geringer Distanz von “Gummigeschossen” getroffen worden, was seinen Hirntod zur Folge hatte. Eine Woche später starb er.

Lina Escobar, eine spanische Staatsbürgerin, die Zeugin der Angriffe wurde führte aus: “Mit der Zustimmung zur Aufwertung der Beziehungen zu Israel belohnt die Europäische Union Israel für dessen Massenmordpolitik im Libanon und in Palästina. Dadurch macht die EU sich zum Komplizen bei der Ermordung des Jugendlichen, der dagegen demonstrierte, sein Dorf durch den Bau der Apartheidmauer zu einem Gefängnis werden zu lassen.”

ism-germany.net

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