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Mit einer Trauerfeier wurde an die knapp 10 000 Bosniaken gedenkt

Juli 20, 2008

Mit einer Trauerfeier wurde an die knapp 10 000 Bosniaken gedenkt, die im Srebrenica-Massaker grausam getötet wurden. Tausende Menschen nahmen an der Gedenkfeier teil, beteten für ihre Opfer und weinten um sie. Die Erlebnisse in der Trauerfeier haben gezeigt, dass die Wunden noch nicht geheilt sind. Und die IHH (TR) hat mit einer Live-Sendung dafür gesorgt, dass die Erlebnisse in der Feier auch in der Türkei mitgefolgt werden konnten.

Das vor 13 Jahren von Serben in Srebrenica begangene Massaker wurde wieder in Erinnerung gebracht. Mit der Gedenkfeier in Bosnien wurde an die im Jahre 1995 Getöteten Opfer gedenkt und neuidentifizierte Opfer beigesetzt.

Am 13. Jahrestag des Massakers haben ungefähr tausende Menschen Todesmarsch nach Srebrenica verwirklicht. Die Särge mit den Leichenteilen von 307 Bosniern, die 2007-2008 in den Massengräbern gefunden wurden, wurden nach Srebrenica gebracht. Nach den Bittgebeten wurden die Opfer beigesetzt.

An den Gedenkfeiern nahmen ungefähr 60 000 Menschen teil. Die Bosniaken, deren Verwandten beigesetzt wurden, haben vor der Beisetzungszeremonie bei den Särgen geweint.

In der Veranstaltung wurde nach dem Freitagsgebet für die neuidentifizierten Leichen Koran rezitiert.

Die IHH (TR) hat die Zeremonien mit einer Live-Sendung in die Türkei übertragen

Die IHH (TR) hat die bosnische Bevölkerung, deren Schmerz sie seit 13 Jahren teilt, auch an diesem Tag nicht allein gelassen. Der Schmerz der bosnischen Bevölkerung, die ihre Verwandten beisetzten und um sie trauerten, wurde geteilt. Unser Team hat bei den Gedenkfeiern für die beim Srebrenica-Massaker grausem getöteten knapp 10 000 Bosniaken eine Live-Sendung gestaltet. Die Sendung wurde von den Sendern TGRT Haber, TV Net, Ülke TV, Kanal 24, TV 5, Dost TV und Hilal TV live übertragen. Auf diese Weise wurde dafür gesorgt, dass auch unsere Bevölkerung sich die Zeremonie anschaute und den Schmerz der bosnischen Bevölkerung teilte. Die Sendung wurde von Ümit Sönmez und İsmail Kılıcarslan moderiert. In der Sendung waren der bosnische Präsident Haris Silajdzic, der Obermufti aus Serbien und Sandschak Novi Pazar Muammer Zukorlic, Bürgermeister von Srebrenica Abdurrahman Malkic, AKP-Abgeordneter der Provinz Konya Hüsnü Tuna, IHH (TR) Vorstandsmitglieder Osman Atalay und Murat Yılmaz und Augenzeugen des Massakers anwesend.

Das Massaker von Srebrenica

Die serbischen Angreifer haben dafür gesorgt, dass vor 13 Jahren eine sehr große Tragödie in Srebrenica erlebt wurde. Der bosnische Krieg hatte im März 1992 angefangen. Nach drei Jahren im Juli 1995 als man dachte, der Krieg sei zu Ende, wurde in Srebrenica eine sehr große menschliche Schande erlebt, obwohl in der Region holländische UN-Friedenstruppen stationiert waren. Srebrenica liegt östlich von Bosnien und ist eher eine isolierte Gegend. Vor dem Krieg hatte Srebrenica ungefähr 24 000 Bewohner, davon 75 % muslimische Bosniaken. Weil Srebrenica eine von sechs UNO-Schutzgebieten (Sarajevo, Bihac, Gorajde, Zepa, Srebrenica und Tuzla) war, gab es einen Flüchtlingssturm aus den Nachbargebieten und somit hatte die Bevölkerungsanzahl vor dem Massaker 45 000 erreicht.

Dass die USA vor einem Monat vor dem Massaker als Geheiminformation darüber informiert waren, dass über 10 000 Tschetniks (serbische Rechtsextremisten) unter Ratko Mladic sich in die Region begaben; dass das Massaker eine Woche angedauert hatte und die Westmächte nichts unternahmen, gehören zu den Fragen, die immer noch offen sind.

13 Jahre nach dem Massaker sind die Täter immer noch nicht gefasst

Die Hauptverantwortlichen des Massakers wie Radovan Karadzic und Ratko Mladic konnten 13 Jahre nach dem Krieg immer noch nicht gefasst werden. Letztes Jahr wurde in Den Haag dieses Gemetzel als Massaker anerkannt aber es wurde auch verabschiedet, dass Serbien dafür nicht verantwortlich gemacht werden kann.

Das größte Gemetzel nach dem zweiten Weltkrieg

Die Opfer von Srebrenica wurden total entwaffnet weil die UNO-Behörden „ Die UNO wird euch beschützen“ sagten und töteten diese Opfer bei dem Massaker, das als das größte Verbrechen gegen die Menschheit nach dem zweiten Weltkrieg gilt. Die Massengräber jedoch wurden erst viele Jahre nach dem Massaker entdeckt.

1995 wurden tausende Menschen ermordet. Frauen und junge Mädchen wurden vergewaltigt. Die Serben erschossen die jungen Männer, die sie festhielten.

In der Region findet man jeden Tag neue Massengräber. Bis Heute hat man über 370 Massengräber (Gräber mit 5 oder mehr Leichen) gefunden. Es wird gesagt, dass 25 000 der 28 000 Vermissten bosnische Muslime gewesen seien.

Anhaenge

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One Comment leave one →
  1. nandor takats permalink
    April 3, 2009 9:56 am

    Alles sehr gut beschrieben!

    Von wem könnte ich die genaue Route des „Todesmarsches“ erfahren und ob
    die Route stellenweise vermint ist oder nicht.
    Wir möchten einen Dokufilm über diese Strecke machen.

    Grüsse
    N.takats

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