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Verletzte Palästinenser kämpfen ums Überleben

März 22, 2008

Die Verletzten, die die nötige Gesundheitshilfe nicht im Gazastreifen bekommen, suchen die Lösung in den Nachbarländern. Das erste Land, welches die Palästinenser überstürmen, ist Ägypten. In Ägypten werden 220 der im März verletzten Palästinenser behandelt. Bei den meisten schwer Verletzten sind verbleibende Behinderungen entstanden.

In den letzten Tagen hat Israel den Gazastreifen erneut mit Raketen angegriffen. Die von den Angriffen in Gaza und Westjordanland am meisten betroffen waren immer wieder die Zivilisten. Bis heute wurden durch die Angriffe viele Zivilisten ums Leben gekommen und tausende sind behindert geblieben.

SCHLECHTE UMSTÄNDE

Den Verletzten wird die erste Hilfe im Gaza-Streifen geleistet. Doch durch die Blockade und das Embargo sind die nötigen Medikamente und medizinischen Hilfsmittel nicht vorhanden, dadurch können sie nicht richtig behandelt werden. Deshalb suchen die Palästinenser die Lösung in den Nachbarländern. Das erste Land, welches überstürmt wird, ist Ägypten. Nur die Schwerverletzten 220 Palästinenser werden in den Krankenhäusern in Kairo behandelt.

Von diesen 220 Verletzten befinden sich 98 im Nasr-Krankenhaus, 58 im palästinensischen Krankenhaus, 24 im al-Haram-Krankenhaus, 4 im Suwaisch-Krankenhaus, 7 im Ismailiya-Krankenhaus und 29 befinden sich in anderen Krankenhäusern. Doch aufgrund physischer Lage, Medikamenten- oder Aufmerksamkeitsmangel ist der Gesundheitszustand dieser Verwundeten sehr schlecht.

Die Abgeordneten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, die in das Gebiet gegangen sind, um die Verletzten in die Türkei zu bringen, haben zum Ausdruck gebracht, dass die Verletzten in besseren Umständen behandelt werden sollten. Am Ende der Gespräche mit den Zuständigen der ägyptischen Regierung und dem Palästina-Kairo Botschafter, wurde die Behandlung für einen Teil der Verletzten in der Türkei angefordert. Es wird dafür gesorgt für sie Visum und die nötige Erlaubnis zu bekommen.

GROßES DRAMA

Während des Besuches in den Krankenhäusern wurde auch mit den Verletzten gesprochen. Jeder von ihnen hat eine herzzerreißende Geschichte. Es stellte sich heraus, dass die Meisten von ihnen absichtlich verletzt worden sind. Die israelischen Soldaten verletzten sehr viele von ihnen am Kreuz, Hals und Rücken und verursachten damit, dass sie gelähmt sind. Das bedeutet, dass die Meisten von ihnen am Bett gebunden ihr Leben verbringen müssen. Fast alle von ihnen sind Zivilisten, darunter zahlreiche 16-25 jährige.

Einer von ihnen, Dschabir Abul Hatal, ist gerade 15 Jahre alt und Schüler der 9. Klasse. Die Israelische Soldaten hatten ihr Haus mit Panzern zerstört. Er blieb unter den Trümmern stecken und seine Beine wurden zerquetscht. Als er ins Krankenhaus eingeliefert wurde, stellte sich heraus, dass es unmöglich war, seine Beine zu erhalten. Dem 15. Jährigen wurden ab dem Knie seine Beine amputiert. Er wird nie mehr laufen und spielen können. Als er gefragt wurde „Willst du mit in die Türkei kommen?“, sagte er, dass er mitkommen möchte und direkt danach fügte er hinzu: „Ich will gar nichts, mein einziger Wunsch ist es, dass meine Beine wie früher sind.“

AUCH EINE HOCHSCHWANGERE FRAU WURDE ANGESCHOSSEN

Auch die Tante von Dschabir wurde das Ziel der Kugeln. Die 25 jährige Mehe Abul Hatal, sieben Monate schwanger, auch ihr Leben wurde zerstört. Eins ihrer Beine wurde amputiert und es werden Anstrengungen unternommen, das andere zu erhalten. Doch die palästinensische Frau denkt trotz ihrem amputierten Bein und ihren Schmerzen an ihr Baby. Der Schmerz war ihr aber anzusehen.

Ein anderer von diesen Verletzten ist der 17 jährige Ala Hafiz Schafik. Nach der israelischen Offensive haben die Schrapnellteile seinen Kopf zerstört. Seine Kopfform ist nicht mehr die Alte. Ala Hafiz Schafik, dessen Kopfform sich geändert hat und bei ihm ein Sehproblem aufgetreten ist, sagte folgendes: „Ich gehöre keiner Organisation an. Israel war das egal. Schauen sie, meine Schädelknochen haben sie zerstört. Meine Kopfform kann sich geändert haben aber ich bin zielstrebiger als vorher. Ich habe früher nicht gekämpft aber wenn ich hier rauskomme, werde ich gegen sie kämpfen.“

GERADE MAL 11 JAHRE ALT

Die Liste kann noch verlängert werden. In den Krankenhäusern in Kairo sind dutzende Verletzte in erschütternder Lage. Und einer von ihnen ist gerade mal 11 Jahre alt. Er heißt Shukri Nasr Ahmad Hidir. Drei Kugeln haben seinen kleinen Körper getroffen. Sein Unterkörper ist gelähmt. Mit jungen Jahren ist er ans Bett gefesselt. Obwohl er spielen oder zur Schule gehen sollte, leidet er im Krankenbett. Er hat nicht mal die Fragen des türkischen Teams beantworten können. Da sein Vater es nicht aushielt, bei ihm zu bleiben, begleitet sein Onkel den 11 Jährigen.

http://www.ihh.org.tr/Verletzte-Palaestinenser.160+M5c335907e49.0.html?&L=6

2 Kommentare leave one →
  1. tamara permalink
    März 28, 2008 8:10 pm

    warum wir???

    was haben wir der welt getan??? was haben wir getan, das sie zusieht wie so etwas geschieht??? warum muss unser volk so sehr leiden?? doch bei gott…der tag wird kommen und all das leid wird vorrüber sein. mit allahs hilfe und mit dem glauben an ihn.

  2. Juni 4, 2008 5:52 am

    Accompany says : I absolutely agree with this !

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