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Der langsame Tod des Gaza – Streifens

Februar 15, 2008

Für Palästina waren die Ergebnisse der ersten demokratischen Wahlen seiner Geschichte im Jahre 2006, das mit großen Hoffnungen begann, eher der Beginn einer chronischen Krise statt von Stabilität und ein weiterer Auslöser für die heutigen Ereignisse.
Während die Palästinenser der Hamas, von deren uneigennützigen Hingabe im Widerstandkampf sie überzeugt waren, an die Macht verhalfen und ihr eine politische Führungsrolle einräumten, waren Israel, die pro-israelischen westlichen Mächte und einige arabische Staaten von der Machtergreifung dieser Gruppe, die sie als Feind auffassten, äußerst beunruhigt. Diese Parteien, die von Anbeginn anstelle einer Verständigung ihre Beziehungen mit der Hamas-Regierung unterbrachen, hielten solch eine Politik für angemessener, die die politischen Differenzen innerhalb der palästinensischen Gesellschaft zu einer tieferen Spaltung treiben ließ, wobei sie sich nicht nur hiermit begnügten, sondern die Opposition offen gegenüber der Regierung unterstützten. Die internationalen Akteure, die seit 2006 auf eine die Hamas an der Macht ablehnende Politik beharren, trachten nach einer Lösung mit einer Politik, bei der man eineinhalb Jahre lang die Beziehungen aufgab, militärische Angriffe durchführte, ein Wirtschaftsembargo verhängte und den Staatspräsidentschaftsposten in den Händen der al-Fatah wie eine zweite Regierung als Verhandlungspartner akzeptierte. Die Annäherungsversuche der Kräfte von außen, die die Alternative eines zweiköpfigen Palästinas stärkten, katalysierten die Spannung unter den palästinensischen Gruppen zudem so sehr, dass es fast schon zu einem Bürgerkrieg kam.

Da auf dem Gaza-Streifen die höchste Bevölkerungsrate der Welt auf einem kleinen Territorium zusammengedrängt ist und 900.000 seiner ein Millionen Menschen Flüchtlinge sind, sicherte diese Situation die entsprechende soziale Grundlage für politische und gesellschaftliche Unruhen. So führte dies in der Mitte des Jahres 2007 einerseits durch innere Provokationen und andererseits auch durch die israelischen Militäroperationen zu dem, was man bezweckte: Es kam zu einem bewaffneten Kampf zwischen der Hamas und der al-Fatah. Während bei den Ereignissen über 200 Menschen getötet wurden, sorgte die Hamas für den Status quo und nahm die gesamte Führung in Gaza unter ihre Kontrolle, wobei sie mit ihren Milizkräften alle bewaffneten Einheiten der al-Fatah beseitigte. Auch wenn sie sich seither darauf konzentrierte, diesen de facto Zustand in einen de jure Zustand umzuwandeln, so wurde nun auf ganz Gaza eine umfassende Blockade verhängt. Alle wirtschaftlichen und politischen Druckmechanismen der internationalen Gemeinschaft wurden eingesetzt und es begann wieder eine schwierige Zeit für den Gaza-Streifen.

http://acilen.ihh.org.tr/index.php?lang=de

2 Kommentare leave one →
  1. Moische Berkovits permalink
    April 27, 2009 4:55 pm

    zionisten sind mörder

  2. Moische Berkovits permalink
    April 27, 2009 4:55 pm

    fuck israel

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