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Die „gezielte Tötung“ von Menschen im Auftrag der Besatzer

November 15, 2007

Ein am Donnerstag von NBC News veröffentlichter Bericht wirft unweigerlich die Frage auf, welche Aufgaben die „privaten Sicherheitsunternehmen“ – sprich Söldnerfirmen – im Irak in Wahrheit noch übernehmen. Demnach hat das US-Unternehmen Blackwater Worldwide (bis vor kurzem Blackwater USA) offenbar eine dreistellige Zahl von Schalldämpfern für Waffen in den Irak gebracht.

Nicht nur, daß derzeit mehrere US-Behörden untersuchen, inwieweit Blackwater Schalldämpfer ohne entsprechende Genehmigungen in den Irak gebracht hat, NBC News veröffentlicht auch ein dem Sender zugespieltes Photo, daß einen Blackwater-Söldner im Irak mit einem Gewehr, auf das ein Schalldämpfer montiert ist, zeigen soll. Anonym bleiben wollende Quellen innerhalb von US-Strafverfolgungsbehörden wird derzeit von mehreren US-Behörden darunter das Außen- und das Handelsministerium sowie die für Schußwaffen zuständige Behörde, gegen Blackwater wegen des vermutlichen Exports von Schalldämpfern in den Irak ermittelt. Dies sei allerdings nur ein Teil der Ermittlungen, bei denen es um den möglichen rechtswidrigen Export von Schußwaffen gehe.

Die Blackwater-Sprecherin Anne Tyrrell wollte zu gegen das Unternehmen laufende Untersuchungen keinerlei Kommentar abgeben und sagte nur „natürlich würden wir zusammenarbeiten, wie wir dies bei jeder Untersuchung tun.“

Den Quellen zufolge wurden die Schalldämpfer bei dem Hersteller SWR Manufacturing in Pickens im US-Bundesstaat South Carolina im Laufe der vergangenen Jahre gekauft. Ein früherer Mitarbeiter von SWR Manufacturing, der ebenfalls ungenannt bleiben wollte, bestätigte, daß Blackwater Schalldämpfer bei dem Unternehmen gekauft hat. Er wollte zwar keine Zahlen nennen, eine andere Quelle sagte allerdings, daß Beamten gesagt worden sei, die Zahl liege „über 100“.

Dies ist weitaus bemerkenswerter als die bloße Tatsache, daß sich Blackwater hier anscheinend ein weiteres Mal für Gesetzen gegenüber immun gehalten hat. Vielmehr stellt sich hier die Frage, wozu die von dem Unternehmen in den Irak gesandten Söldner für ihre offiziellen Aufgaben – den „Schutz“ von Personen und Transporten der Besatzer – Schalldämpfer benötigen. Es scheint wenig wahrscheinlich, daß allein für den Schutz der „empfindlichen Ohren“ beispielsweise von US-Diplomaten oder gar der irakischen Bevölkerung – auf die gerade auch durch Blackwater-Söldner ansonsten eher wenig Rücksicht genommen wird – ohne entsprechende Genehmigungen Schalldämpfer in den Irak gebracht worden sind.

Letztlich legt dies die Schlußfolgerung mehr als nahe, daß Blackwater-Söldner in Wahrheit noch drastisch weitergehende „Aufgaben“ im Irak übernommen haben – beispielsweise die „gezielte Tötung“ von Menschen im Auftrag der Besatzer.
http://www.freace.de/

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