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Greenpeace: Zerstörung der Torfmoorwälder wegen des Booms für Palmöl – „Klimavandalismus“ in Indonesien

November 14, 2007

klimavandalismus(dpa)Der weltweite Palmölboom ist nach einem Bericht der Umweltorganisation Greenpeace in Indonesien «Klimavandalismus». Mit der Zerstörung der letzten Torfmoorwälder für neue Plantagen würden gigantische Mengen Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre entlassen. Große internationale Nahrungs- und Waschmittelkonzerne seien durch ihren wachsenden Bedarf an Palmöl mitverantwortlich für die Zerstörung der Wälder. Die Organisation forderte am Donnerstag in Singapur einen sofortigen Stopp aller Lizenzen zur Umwandlung von Torfwald in Palmölplantagen.
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Nach Angaben von Greenpeace werden rund vier Prozent der globalen Treibhausgase durch die Vernichtung der Torfwälder in Indonesien verursacht. Indonesien sei dadurch hinter den USA und China der größte Treibhausgasproduzent der Welt. Weltweit mache die Zerstörung von Wäldern etwa ein Fünftel des Treibhausgasausstoßes aus.

Palmöl wird in Margarine und Snacks, aber auch in Seife verwendet. Der Boom wird derzeit noch besonders durch die Nachfrage nach Biotreibstoff angeheizt. «Wenn es keine Schranken gibt, die verhindern, dass Palmöl in unsere Autotanks fließt, heizen unsere Regierungen die Regenwaldzerstörung im Namen des Klimaschutzes nur noch an und erhöhen den CO2-Ausstoß», sagte Pat Venditti, bei Greenpeace für den Waldschutz zuständig.

Die Zerstörung der Torfmoorwälder sei besonders fatal, weil es sich dabei um die wichtigsten Kohlenstoffspeicher der Welt handele. Allein in der Provinz Riau auf Sumatra speicherten diese Moorgebiete – etwa von der Größe der Schweiz – 14,6 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Das entspreche den weltweiten Treibhausgas-Emissionen eines ganzen Jahres, heißt es in dem Bericht «Palmöl heizt das Klima an». Wenn diese Mengen in die Atmosphäre gelassen würden, sei das kritische Ziel, die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten, nicht mehr zu erreichen. «Das Desaster ist nur noch eine Frage der Zeit», sagte Greenpeace-Sprecherin Sue Connor.

Die Organisation warf der indonesischen Regierung mangelnden politischen Willen vor, die Palmölindustrie so zu regulieren, dass keine Umweltschäden entstehen. Sie forderte die Teilnehmer der Weltklimakonferenz im Dezember auf Bali auf, einen Fonds zur finanziellen Entschädigung für die Erhaltung der Tropenwälder einrichten. In den vergangenen 50 Jahren seien allein in Indonesien 74 Millionen Hektar Wald abgeholzt worden.
http://www.islamische-zeitung.de/

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