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Ein zeitgenössischer Hassprediger

November 14, 2007

Anklage: Hetzreden von Seselj führten zur Gewalt gegen Nicht-Serben
(dpa) Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat am Mittwoch die Hauptverhandlung gegen den serbischen Nationalistenführer Vojislav Seselj begonnen. Anklagevertreterin Christine Dahl warf dem seit fast fünf Jahren inhaftierten Politiker Mord und Vertreibung von Nicht-Serben im jugoslawischen Bürgerkrieg Anfang der 90-er Jahre vor. Seselj habe damals in Hetzreden für einen großserbischen Staat plädiert. «Die Sprache, die er verwandte, macht seine Reden verbrecherisch», sagte die Anklägerin. Der von Seselj gepredigte Nationalismus sei in Wirklichkeit chauvinistisch und kriegslüstern. Außerdem habe Seselj Freiwillige für den Kampf für Groß-Serbien geworben, sie indoktriniert und zu Gewalttaten angestachelt. Damit habe er auch die Rolle eines militärischen Kommandeurs übernommen.
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Der 53-Jährige ist noch immer Vorsitzender der Serbischen Radikalen Partei, die zwar in der Opposition sitzt, aber dennoch die stärkste politische Kraft in Serbien ist. Er hatte sich vor knapp fünf Jahren selbst dem Gericht gestellt und will es nach eigenem Bekunden als antiserbisches Instrument des Westens entlarven.

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