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In der Türkei geht es auch, aber nicht nur um das Verhältnis Islam und Demokratie. Von Khalil Breuer

August 29, 2007

Abdullah-guelKommentar: Die Frage der Kompatibilität

(iz)Ein Muslim wird in einem islamischen Land Präsident. Das könnte eine Binsenweisheit sein, nicht aber in der Türkei. Das Land ist nicht nur ein Schanier auf dem eurasischen Kontinet, es ist auch in einer geopolitischen Schlüsselposition. Der Umstand, dass die autoritär geführte Türkei Jahrzehnte Mitglied im Verteidigungsbündnis der Demokratien war, hat im Westen kaum Grundsatzdebatten über das Wesen der Demokratie ausgelöst. Lange Zeit konnte der türkische Präsident mit seinem Veto demokratisch zustande gekommene Gesetze und die Ernennung von Beamten blockieren und war so Teil eines Ausnahmezustandes. Der Zweck – die Verhinderung eines islamistischen Regimes – heiligte dabei die Mittel. Unter Gül könnte dies alles anders werden und angesichst des Wahltriumphs der AKP hättte nur eine Herrschafft der Minderheit dies verhindern können. Die scharfen Gegner des neuen Präsidenten und seiner Partei sind endgültig nach Rechts abgedriftet und ihre Verschwörungstheorien wirken eher hilflos. Wer genauer hinsieht, wird übrigens erkennen, dass es in der Türkei nicht nur um die Kompatibilität von Islam und Demokratie, sondern auch um das hierarchische Verhältnis von Kapitalismus und Demokratie geht. Kein türkischer Nationalist konnte die augenscheinlichen Veränderungen auf dem umkämpften Medienmarkt des Landes verhindern. Wie überall in der Welt erscheinen – ganz unabhängig von der Religion – auch mächtige Oligarchen auf der politischen Bühne und greifen nach den Schaltstellen der Mediokratie. ,

http://www.islamische-zeitung.de/

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