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Zivile Opfer in Afghanistan: Die Wut wächst | tagesschau.de

Mai 16, 2007

„Kein Unterschied, wer die Operationen durchführt“

In Afghanistan wächst nach den vielen zivilen Opfern bei Militäreinsätzen die Wut. Die Skepsis gegenüber allen Ausländern werde größer, stellt ein UN-Sprecher fest. Die Militärs sollten überlegen, wie sie ihre Strategie ändern könnten, fordern Experten.

Von Christoph Heinzle, ARD-Hörfunkstudio Neu Delhi, zurzeit Kabul

Hamid Karsai wagt sich in die Höhle des Löwen. An diesem Mittwoch besucht der afghanische Präsident den Bezirk Shindand in der westlichen Provinz Herat. Ende April starben durch eine US-Militäroperation hier mehr als 50 Zivilisten, nahezu die Hälfte von ihnen Frauen und Kinder. Die Dorfbewohner hatten offenbar gegen Hausdurchsuchungen der Amerikaner revoltiert. Karsai reagierte auf das Blutbad mit Wut. Zivile Opfer seien nicht länger hinnehmbar, schimpfte er und forderte mehr Vorsicht der westlichen Truppen. Denn Shindand war zwar einer der schwersten, längst aber nicht der einzige Vorfall dieser Art. Mehr als 130 Zivilisten starben bei westlichen Militäroperationen seit März – niedrig geschätzt.

Hier in Kabul wächst die Kritik am harten Vorgehen vor allem der US-Militärs. Viele sehen das Vertrauen der Afghanen in die internationale Gemeinschaft rapide zur Neige gehen. So sagt UN-Sprecher Dan McNorton: „Das Beispiel des Bezirks Shindand zeigt, dass solche Vorfälle natürlich Auswirkungen darauf haben, wie das Militär und andere internationale Organisationen in Afghanistan gesehen werden. Die militärischen Kräfte in Afghanistan müssen ihr Möglichstes tun, damit so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommt.“

Zivile Opfer in Afghanistan: Die Wut wächst | tagesschau.de.

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  1. Mai 21, 2007 7:56 pm

    Jeder Deutsche Bundestagsabgeordneter wird auch weiterhin mit Blut an den Fingern leben müssen, und viele Abgeordnete die weitesgehend unwissend sind über die Zustände, Geschichte, Religion in Afghanistan, laufen Gefahr, dass Ihnen dabei der Horizont aus den Augen läuft. Wir haben laut Grundgesetzt eine Verteidigungsarmee, kein Afghane hat uns angegriffen und wir sind keine Weltpolizei! Im Namen von Verbrechern, nichts anderes sind Terrorristen, wird uns ein Krieg von Politikern, aufgebürdet und die Terrorristen werden dadurch noch vom Westen noch „geadelt“, als medial wertvoll!

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