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Britisches Verteidigungsministerium plante „Soldaten-Geschichten“, Geplante Propaganda

April 14, 2007

Entgegen früheren Behauptungen und der – offensichtlich gespielten – Empörung über die von den britischen Soldaten abgeschlossenen Verkäufe ihrer „Geschichten“ an Medien sind diese einem Bericht der britischen Daily Mail vom Freitag zufolge in Wahrheit durch das britische Verteidigungsministerium geplant worden.

Eine namentlich nicht genannte „hochrangige Quelle innerhalb der Regierung“ sagte gegenüber der Zeitung, bereits Tage vor der Freilassung der 15 durch den Iran gefangengenommenen Soldaten habe das britische Verteidigungsministerium mit den Planungen zum Verkauf der Geschichten der Soldaten begonnen. Eingeweihte zeigten sich daraufhin überzeugt, daß auch der britische Premierminister Tony Blair von diesen Plänen gewußt haben müsse. So sagte der Parlamentsabgeordnete und aktive Major Mark Lancaster: „Je tiefer wir graben, um so schlimmer wird es. Es ist eine Sache zu sagen, sie wären in einer schwierigen Situation gezwungen gewesen zu reagieren, aber aktiv zu planen ist eine ganz andere Geschichte und ich mache mir darüber große Sorgen.“ Lord Ramsbotham, ein früherer Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der britischen Armee, sagte: „Meiner Erfahrung durch den Falkland-Krieg und die Erfahrungen in Beirut nach wird alles mit solchen Ausmaßen an die Regierung weitergegeben.“

Beamte des britischen Außenministeriums äußerten darüberhinaus ihren „Mißmut“ gegenüber der Art, wie anscheinend eine „offene“ Strategie zur Ermutigung von Faye Turner und Arthur Batchelor zur Veröffentlichung ihrer „Geschichten“ angewendet wurde.

Die „Quelle“ sagte, die Strategie sei ausgearbeitet worden, da schon zu jenem Zeitpunkt Medien entsprechende Gebote abgegeben hätten. Tatsächlich wäre dies allerdings in keiner Weise ein Hindernis für die erklärte Politik, keine derartigen Interviews oder sonstigen „Geschäfte“ mit Medien seitens britischen Soldaten zu genehmigen, gewesen. Der vorgebliche „Druck“ von Medien, diese Geschichten freizugeben kann nur als letztes Feigenblatt für die gewollte Veröffentlichung jener „Erinnerungen“ angesehen werden.

Die damit folgende Frage, inwieweit diese „Geschichten“ den Tatsachen entsprechen, ist so naheliegend, daß sie kaum erwähnenswert scheint. Es scheint höchst unwahrscheinlich, daß das britische Verteidigungsministerium ein derart ausgeprägtes Interesse an der Verbreitung von Wahrheiten entwickelt haben sollte, nachdem es sich derart vehement der Verbreitung von Lügen zur Vorbereitung des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak angeschlossen hat. Weitaus wahrscheinlicher scheint es hingegen, daß dies der entscheindende Beweis dafür ist, daß es sich bei diesem Vorfall um ein von Beginn an seitens Großbritanniens inszeniertes Schauspiel handelte, das einzig dem Ziel diente, den Iran erneut als „Schurkenstaat“ zu präsentieren.

Die bisher erfolgten Rückzugsgefechte der britischen Regierung hinsichtlich ihres Vorwissens machen nur zu deutlich, daß die Wahrheit noch weit über das bisher Zugegebene hinausgeht und können zweifellos als weiteres Indiz für einen vollständig inszenierten Vorfall dienen. Der Wahrheitsgehalt derart im Voraus geplanter Enthüllungen geht nur allzu offensichtlich gegen null.

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