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Provozieren britische Soldaten Vorwand für Angriff auf Iran?

April 3, 2007

Die Krise um den Iran wird immer ernster. Dabei kommt die Gefangennahme von 15 britischen Soldaten den USA und ihren treuen Verbündeten wie gerufen. Darauf deutet auch ein erneuter Vorfall am Wochenende hin, über den die russische Nachrichtenagentur RIA-Novosti unter Berufung auf den iranischen Fernsehsender Al-Alam informiert. Zwei US-Bombenflugzeuge haben demnach am Samstag den iranischen Luftraum verletzt. Den Angaben zufolge verletzten die amerikanischen Kampfjets die irakisch-iranische Grenze im Raum Abadan (südwestliche Provinz Khusistan). Zu diesem Zeitpunkt befand sich der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad in Khusistan. „Fliegerkräfte der amerikanischen Besatzungstruppen im Irak dringen nicht zum ersten Mal in den iranischen Luftraum ein“, zitiert die Agentur einen Sprecher der Islamischen Revolutionsgarden
Nach Angaben des russischen Nachrichtendienstes haben die US-amerikanischen Streitkräfte die Vorbereitung zum möglichen Militärschlag gegen Iran abgeschlossen. Die Angaben des Nachrichtendienstes belegten, sagte der Sprecher, dass die USA eine Liste über mögliche Ziele in Iran erstellt und den Einsatzplan bei Übungen getestet haben. „Nach Angaben des russischen Militärnachrichtendienstes haben die US-amerikanischen Streitkräfte im Persischen Golf die Vorbereitung für Raketen- und Bombenangriffe gegen Iran praktisch abgeschlossen“, sagte der Sprecher. Er berichtete, dass die amerikanischen Heeresführer in der ersten Aprilhälfte zum Schlag bereit sein werden.

Al-Alam hat am Sonntagabend Videoaufnahmen ausgestrahlt, in denen zwei der 15 gefangengenommenen englischen Soldaten eine Verletzung der iranischen Hoheitsgewässer gestehen. In den Aufnahmen wiesen sie auf eine Karte des Persischen Golfs und zeigten die Stelle, an der ihr Boot am 23. März in iranische Gewässer eingedrungen ist. Der Vorgesetzte der gefangengenommenen englischen Marinesoldaten, Chris Air, sagte, die Karten und die Satellitennavigation zeigten, dass sie in iranischen Hoheitsgewässern aufgegriffen worden seien. Der zweite, Felix Carman, erklärte, er verstehe, warum das iranische Volk so aufgebracht sei. Beide schilderten zudem ihre Festnahme und sagten, dass sie gut und human behandelt würden. Die englischen Soldaten wurden am 23. März wegen illegalen Eindringens in iranische Hoheitsgewässer von iranischen Grenzschützern im Persischen Golf gefangen genommen.

Bereits am Freitag hatte Iran einen Brief der Marinesoldatin Faye Turney veröffentlicht, in dem diese den Regierungen Bush und Blair vorwirft, sie „für ihre Interventionspolitik geopfert“ zu haben. Weiter heißt es in dem Schreiben: „Ich glaube, dass um unsere Länder voranzubringen, wir den Rückzug unserer Kräfte aus dem Irak beginnen und das Volk des Irak sein Leben wieder aufbauen lassen sollten.“ Der als merkwürdig empfundene Stil und gewisse Stilblüten haben in Großbritannien jedoch die Vermutung aufkommen lassen, dass der Text dieses Briefes nicht von einer englischen Muttersprachlerin verfaßt worden ist.

Am heutigen Montag teilte der staatliche iranische Rundfunk unterdessen mit, keine weiteren Geständnisse der inhaftierten Soldaten ausstrahlen zu wollen. Die bereits ausgestrahlten Bilder hätten bereits „positive Änderungen“ in London bewirkt, heißt es.

Der drohende Krieg gegen den Iran steht auch im Mittelpunkt der Ostermärsche der Friedensbewegung, die am kommenden Wochenende mit über 70 Veranstaltungen ein deutliches Zeichen gegen Krieg und Aufrüstung setzen werden. „Die Ostermärsche wenden sich gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr und rufen zu den G8-Protesten nach Heiligendamm. Gefordert wird eine Exit-Strategie für Afghanistan und Irak, die massive Verstärkung der zivilen und wirtschaftlichen Unterstützung beinhalten muss,“ heißt es auf der Homepage des Netzwerks Friedenskooperative. „Gewarnt wird vor den laufenden Kriegsvorbereitungen der USA gegen den Iran. Die unter deutscher Mitwirkung entstandene neue UN-Resolution mit verschärften Sanktionen gegen Iran trägt nach Meinung der Friedensgruppen zu weiteren Eskalationen bei. Auch die EU-Präsidentschaft der Bundesregierung wird wegen ihrer Stossrichtung zum Aufbau einer EU-Armee kritisiert. Gefordert wird ein stärkeres EU-Engagement im Schlüsselkonflikt Israel/Palästina und die – auch finanzielle – Zusammenarbeit mit der neuen palästinensischen Einheitsregierung.“

http://www.redglobe.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1484&Itemi
d=1

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