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Warum wird die Britin doch nicht frei gelassen

März 29, 2007

Muslim-Markt 29.3.2005 – Eigentlich bestand gestern große Hoffnung auf die Freilassung der weiblichen Militärangehörigen der Briten. Heute sind die Hoffnungen zerschlagen worden, aber warum.

Der Ablauf der Geschehnisse gestern war eigentlich hoffnungsvoll. Bereits am Morgen meldete die studentische Nachrichtenagentur ISNA, dass die einzige gefangene Soldatin als erste frei gelassen werden sollte. Im Laufe des Tages verdichteten sich die Hinweise bis sogar ein Außenamtssprecher in aller Öffentlichkeit die Information bestätigte. Was taten aber die Briten (und zusammen mit ihnen fast alle sämtliche westliche Journalisten und Politiker) parallel dazu. Zunächst einmal wurde behauptet, dass es jene Ankündigung der Freilassung gar nicht geben bzw. an das nicht bestätigen könne; als ob die Briten das bestätigen müssten; welch eine Arroganz!? Dann aber wurde es aber wirklich abenteuerlich. Nachdem die Briten schon den ganzen Tag lang ihr verbales Getöse lauter und lauter werden ließ, behauptete sie dann am Abend in völliger Verkehrung der Ereignisse, dass Iran vor dem britischen Druck eingeknickt sei und daher die Britin frei lassen würde, weil sie Angst hätten. Fast alle westliche Journalisten stiegen jubelnd auf diesen britischen Zug auf! Den deutschen Höhepunkt bildeten die Aussagen Ulrich Tilgners sowohl im deutschen als auch im österreichischen Fernsehen, wo er Live sowohl Ahmedinejad als auch Imam Khamene’i offene Angst vor dem Druck der Briten bescheinigte. Er plapperte nach, was die Briten vorgegeben hatten.

Das Ergebnis konnte heute jeder beobachten und die Britin kam nicht frei. Stattdessen fand sich eine erste kleine Gruppe von Demonstranten vor der britischen Botschaft, welche die Anwendung der Todesstrafe auf die Soldaten wegen Spionage forderte!

Englands Position ist klar: Sie geben vor unschuldig zu sein und fordern die bedingungslose Freilassung. Irans Position ist genau so klar: Sie verlangen eine Entschuldigung Englands. Aber auch das jeweilige Verhalten ist ganz klar: England glaubt mit der Androhung von Strafen und Gewalt viel zu erreichen. Iran hingegen überlässt das Getöse den Briten und versucht auf Basis von Vernunft die Angelegenheit zu lösen.

Heute gab es einen schweren Rückschlag gegen die Briten, welche von den westlichen Medien geflissentlich übergangen bzw. nur nebenbei erwähnt wurde! Der Präsident des Landes, das die Briten zusammen mit den USA vorgeben zu schützen, behauptete in aller Öffentlichkeit, genau von jenen Soldaten besetzt zu sein! England hat mehrmals die Grenze des Iran verletzt und wurde jetzt einmal dafür zur Rechenschaft gezogen. Das Getöse war enorm! Jetzt aber behuptet auch der Präsident des Irak Talabani, dass sie besetzt sind! In eine politisch ausweglosere Situation kann man seine eigenen Soldaten wohl kaum manövrieren, wie es die Briten getan haben.

Wie soll es nun weiter gehen? England will den Iran in der Welt isolieren. Aber merkt denn kein einziger Regierungspolitiker in der westlichen Welt, dass die Besatzer mehr und mehr isoliert sind? England ruft den UN-Sicherheitsrat an, um den Iran zu verurteilen. Das Land, dass aufgrund seines Veto-Rechts nie im UN-Sicherheitsrat verurteilt werden kann, will jetzt jenes Gremium dafür missbrauchen, dass andere verurteilt werden. Wer aber verurteilt die Besatzer des Irak? Die Demontage des UN-Sicherheitsrat erfolgt nicht von „Islamisten“ sondern von der westlichen Welt selbst!

Die Kolonialismus erfahrenen Briten haben selbst bei der letzten ähnlichen Situation vor drei Jahren besser ausgesehen. Der zu den USA zumindest noch eine gewisse Distanz wahrende damalige Außenminister Straw entschuldigte sich damals beim Iran, und die Soldaten kamen sofort frei. Die heutige britische Regierung aber klammert sich an die US-Besatzer „auf Gedeih und Verderb“.

Wer den Iran unterdrücken will, muss schon die Atombombe werfen und wird nur den Widerstand derjenigen brechen, die körperlich nicht mehr in der Lage dazu sind. Aber ihre Gebete werden weiter wirken, um die extreme Unterdrückung, in welche diese Welt durch die Wärter von Guantanamo manövriert wurde, zu überwinden. Kein einziger halbwegs aufrechter Iraner wird sich freiwillig den Guantanamo-Folterern oder ihren Verbündeten ergeben, und die westliche Welt sollte wissen, dass auch die Christen im Iran an der Seite der Muslime Widerstand leisten werden!

http://f25.parsimony.net/cgi-bin/topic-flat.cgi?Nummer=63498&Phase=Phase1&ThreadNummer=49613

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