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Ärgern sich westliche Journalisten über angekündigte Freilassung?

März 28, 2007

Muslim-Markt, 28.3.2007 – Verfolgt man die westliche Berichterstattung, muss man zwangsläufig zu dem Schluss kommen, dann gar kein Interesse daran besteht, dass die gefangenen britischen Soldaten frei kommen.

Überall ist schon den ganzen Tag zu lesen, dass London die „Gangart“ verschärfen will gegenüber dem Iran. Dabei hatte bereits am Morgen die studentische Nachrichtenorganisation ISNA, die sich Imam Khamene’i verpflichtet fühlt, gemeldet, dass die einzige gefangen Frau innerhalb der nächsten Tage frei kommen werde! Anstelle sich über diese Nachricht zu freuen und daraufhin vernünftige Wege einzuschlagen, schlugen die Main-Stream-Journalisten einen sehr merkwürdigen Weg ein. So wurde bis zum Abend folgender Hinweis gegeben: Von britischer Seite würde die bevorstehende Freilassung allerdings nicht bestätigt. Eine wirklich erstaunliche Meldung, denn wie sollten die Briten bestätigen oder dementieren können, dass die vom Iran gefangen genommene Soldatin frei kommt? Noch erstaunlicher aber erscheint die Meldung über die noch ausbleibende Bestätigung durch England, da inzwischen der Sprecher des iranischen Außenamtes vor laufenden Kameras die Angaben bestätigt hat und die Nachricht in mehreren Sprachen seit Stunden in auf den Internetseiten des staatlichen Senders nachzulesen sind.

Aber offenbar „gefällt“ diese Nachricht den westlichen Medien nicht. Jetzt hat England angeblich „beweise“ vorgelegt, nach denen sie sich nicht in iranischen Gewässern befanden. GPS-Daten, Satelliten-Aufnahmen usw. usw. all die Dinge, die zu fälschen England in den letzten Jahren gute Übung bewiesen hat. Aber dieses Mal ist ihnen doch offenbar ein grober Fehler passiert.

Denn in den dargelegten Karten geben England offen zu, bis zum heutigen Tag die gesamte Weltöffentlichkeit belogen zu haben. Zunächst hieß es von englischer Seite, dass das Ereignis sich im Persischen Golf ereignete. Schon kurze Zeit danach gab man zu, dass es im Fluss erfolgte, was bis gestern aufrecht gehalten wurde. Wie intensiv haben sich doch alle Main-Stream-Journalisten darüber ausgelassen, wo den die Grenze in dem Fluss verlaufen würde, ob in der Mitte oder der tiefsten Stelle. Jetzt wird eine Karte vorgelegt, siehe z.B.

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6562710,00.html

in der sämtliche englische Aktivitäten in im Persischen Golf erfolgen, und nicht im Fluss und die frage nach „Mitte“ oder „tiefster Stelle“ völlig irrelevant werden würde! Westliche Journalisten geben jene Kriegsberichterstattung vorbehaltlos weiter ohne nachzuhaken!

Die gleichen Journalisten erzählen dieser Tage von riesigen Manövern, welche die USA im Persischen Golf abhalten würden, ohne nachzufragen, ob das überhaupt stimmt! Die zwischenzeitlich in Alarmbereitschaft gesetzte iranische Armee hingegen berichtet, dass bis auf einige unbedeutende Truppenbewegungen und einigen hilflosen Schiffen, die im persischen Golf hin- und herfahren das ganze nur ein Propagandatrick ist! Die Alarmbereitschaft wurde inzwischen aufgehoben!

Einer weiteren Lächerlichkeit setzte sich England selbst durch das Getöse von der „neuen Phase der Diplomatie“ aus. Die Regierung werde „alle anderen offiziellen bilateralen Geschäfte“ einfrieren, bis die Situation geregelt sei. Dazu gehören nach Angaben des britischen Außenministeriums zum Beispiel der Stopp von staatlichen Hilfen für Handelsprojekte. Welche „Hilfen“ wird der neutrale Leser fragen. Und warum gibt England dem Iran irgendwelche Hilfen, wenn sie gleichzeitig im UN-Sicherheitsrat den Iran in die Knie zwingen wollen. Wer erhielt denn jene „Hilfen“? Oder waren das Bürgschaften für die eigenen Exportunternehmen, damit ihr Risiko minimiert wird? Wer wird sich über jene „Einstellung der Hilfe“ mehr freuen, England oder der Iran; einmal ganz abgesehen von Indien, China und Russland, die nur darauf warten die letzten Bastionen westlicher Geschäfte im Iran zu übernehmen. Als weiter „Maßnahme“ sollen iranische Behörden- und Regierungsvertreter keine Visa für Großbritannien mehr erhalten. Ja welche Iraner haben denn heute noch irgend ein Interesse nach England zu reisen? Aber selbst wenn es solch einen Behördenvertreter noch gegeben haben soll, tut England dem iranischen Volk doch einen Riesengefallen, wenn auch der davon abgehalten wird, nach England zu reisen!

Verdanken hat die westliche Welt jene Propagandaschlacht vor allem all jenen Lackeyen Bushs, die sich davon beeindrucken lassen, denn auf Iran Straßen lässt sich niemand davon beeindrucken! So dienen jene Meldungen auch nicht dazu, den Iran zu beeindrucken, sondern die eigenen „Mitstreiter“, die an der Stange bleiben sollen!

Mit wem sollte die USA auch den Iran angreifen? Der Großteil seiner Bodenstreitkräfte sind Geisel der eigenen Überheblichkeit im Irak und über Luftattacken wird man den Iran kaum in die Knie zwingen können!

Jenes Gebrüll über die Manöver angeheizt durch die Bush-Familie und erstaunlicherweise auch „bestätigt“ durch die Russen, hat aber einen Nebeneffekt, der beiden nicht ungelegen kommt. Der Öl-Preis steigt! Dabei interessiert es offenbar niemanden, dass auch der Iran davon profitiert.

So oder so, die westliche Strategie gegen den Iran ist ein einziges Desaster! Und es kann immer nur wiederholt werden: Möglicherweise sind sie bei Einsatz von Atomwaffen in der Lage den Iran in Schutt und Asche zu schießen. Aber sie sind niemals mehr in der Lage das Blut von Guantanamo, Irak, Afghanistan und Palästina von ihren Händen zu reinigen. Und dieses Blut verschmiert offenbar nicht nur ihre Hände sondern auch zunehmend ihre Blicke!

http://f25.parsimony.net/cgi-bin/topic-flat.cgi?Nummer=63498&Phase=Phase1&ThreadNummer=49601

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