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Weiterer US-Hubschrauber abgeschossen – Das letzte Gefecht?

Februar 11, 2007

Am Mittwoch meldete das US-Militär den „Absturz“ eines weiteren Hubschraubers im Irak. Damit hat das US-Militär in etwas mehr als zwei Wochen 4 Hubschrauber verloren.

Bei der am Mittwoch nordöstlich der irakischen Hauptstadt Baghdad „abgestürzten“ Maschine
handelte es sich um einen zweimotorigen Transporthubschrauber des Typs CH-46 „Sea Knight“. Nach Angaben des US-Militärs wurden bei dem „Absturz“ alle an Bord befindlichen 7 Besatzungsmitglieder und Passagiere getötet. Der CH-46 ist einer der größten Hubschrauber der US-Marine und kann gleichzeitig bis zu 25 Soldaten in voller Kampfausrüstung transportieren. Da dieser Hubschrauber von zwei Piloten gesteuert wird, die bei Kampfeinsätzen von einem Bordmechaniker und zwei Bordschützen begleitet werden, befanden sich nach Darstellung des US-Militärs nur drei Passagiere an Bord der Maschine. Der Einsatz einer derart großen Maschine für den Transport von nur drei Personen erscheint zumindest wenig glaubwürdig.

Tatsächlich entspricht offenbar auch die Behauptung, der „Absturz“ sei durch einen „mechanischen Fehler“ hervorgerufen worden, keineswegs der Wahrheit. So zitierte AP einen anonym bleiben wollenden Offizier der „irakischen Luftwaffe“, dem zufolge der Hubschrauber in Wahrheit von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden sei.

Dies wurde auch von weiteren Augenzeugen bestätigt. „Der Hubschrauber flog und flog über uns hinweg als wir den Abschuß einer Rakete hörten“, sagte Mohammad al-Janabi, ein Bauer, nicht einmal einen Kilometer von dem Wrack des „Sea Knight“ entfernt. „Der Hubschrauber verwandelte sich dann in einen Feuerball. Er flog zwei Kreise und ging dann runter.“

Damit ist dies der fünfte Abschuß eines Hubschraubers über dem Irak innerhalb von rund zwei Wochen, wobei 23 US-Soldaten und 4 Söldner des Unternehmens Blackwater getötet wurden. Dies geht ganz offensichtlich über eine statistische Anormalität weit hinaus und kann nur darauf hindeuten, daß die US-Besatzer im Irak ihre unbeschränkte Lufthoheit bereits verloren haben. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang sicherlich auch, daß 17.500 der insgesamt 21.500 zusätzlichen US-Soldaten in Baghdad, wo sich mit der „Grünen Zone“ auch das Herz der Besatzungsverwaltung befindet, stationiert werden sollen.

Während in der Vergangenheit immer wieder Anstrengungen unternommen wurden, andere Provinzen unter Kontrolle zu bringen, konzentrieren sich diese nun offenbar auf die Hauptstadt selbst. Der Gedanke, daß es sich hier um Rückzugsgefechte zunehmend massiv unter Druck geratender Besatzer handelt, drängt sich hier sicherlich auf.

http://www.freace.de/artikel/200702/070207a.html

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