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USA morden weiter

Februar 11, 2007

Eine AP-Meldung vom Donnerstag läßt nur die Schlußfolgerung zu, daß das US-Militär im Irak ein weiteres schweres Kriegsverbrechen verübt hat. Demnach wurden bei der Bombardierung mehrerer Häuser 45 Zivilisten, darunter Frauen, Kinder und alte Menschen getötet.

Der Luftangriff erfolgte nach Angaben des US-Militärs, nachdem „Geheimdienstinformationen“ – vermutlich also ein anonymer Hinweis eines einzelnen Irakers, der hierfür noch eine Belohnung in bar erhalten hat – ergaben, daß sich „vermutliche Rebellen“ in zwei „geheimen Unterschlüpfen“ nordöstlich von Amiriyah, etwa 40 Kilometer westlich der irakischen Hauptstadt Baghdad, versammelt hätten. Das US-Militär behauptete im Anschluß an das Bombardement, hierbei seien 13 „Rebellen“ getötet worden.

Zuvor sei bei der Durchsuchung eines „nahegelegenen Zieles“ ein Waffenversteck einschließlich panzerbrechernder Munition gefunden und 5 Kämpfer gefangengenommen worden.

Die „irakische“ Polizei und Krankenhausmitarbeiter zeichnen allerdings ein grundlegend anderes Bild der Folgen des Angriffs – was angesichts des Bombardements eines Wohngebiets kaum verwundern kann. Demnach seien bei dem Luftangriff auf das Dorf Zaydan bei Abu Ghurayb vier Häuser zerstört und 45 Menschen getötet worden.20 bei dem Angriff verletzte Menschen wurden allein in das allgemeine Krankenhaus von Fallujah eingeliefert, berichtete Thamir al-Dulaimi, ein dort beschäftigter Arzt.

Auch wenn diese grundlegendste Ignoranz der Besatzer im Irak gegenüber den Genfer Konventionen ohne jeden Zweifel zum Alltag gehört, so darf hier doch nicht der Hinweis fehlen, daß ein solches Vorgehen ein Kriegsverbrechen darstellt, wurden doch nicht nur keinerlei Anstrengungen zum Schutz der Zivilbevölkerung unternommen, der Tod und die Verletzung von Zivilisten wurde offensichtlich sogar billigend in Kauf genommen.

Letztlich ist es gleichgültig, ob die von den USA angegebenen 13 getöteten „Rebellen“ zu den 45 getöteten Menschen zählen. Selbst, wenn es sich nur um 32 Zivilisten handelte – und das US-Militär war schon in der Vergangenheit höchst bestrebt, jeglichen getöteten Mann im „wehrfähigen“ Alter auch nachträglich zum „Rebellen“ zu erklären – so besaßen diese doch Väter, Brüder, Söhne und Freunde. Die Zahl jener, die sich infolge dieses Angriffs nun dem irakischen Widerstand anschließen, um den Tod ihrer Verwandten und Freunde zu rächen, dürfte weitaus größer sein als die von den USA vorgeblich getöteten 13 „Rebellen“.

Eas ist genau diese Art völlig menschenverachtender Angriffe, die für einen immer weiter anschwellenden Nachwuchs für den irakischen Widerstand sorgen.
http://www.freace.de/artikel/200702/080207a.html

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