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Auf dem Weg in die Niederlage im Irak, Kontrollverlust

November 30, 2006

Auch deutsche Medien berichteten über einen Artikel der Washington Post, dem zufolge ein „geheimer“ Bericht der US-Marineinfanterie zu dem Schluß kommt, daß das US-Militär nicht mehr in der Lage ist, den Widerstand in der irakischen Provinz al-Anbar zu brechen. Noch weitaus bemerkenswerter sind allerdings mehrere andere Meldungen, die diese Aussage kaum deutlicher unterstreichen könnten.

Auch wenn an dem „Enthüllungscharakter“ dieses Berichts Zweifel mehr als angebracht scheinen – wird doch ausdrücklich und ausführlich betont, wie groß der Einfluß des Irans und „Al-Qaidas“ im Irak seien – so sprechen die anhaltenden Verluste der US-Besatzer in dieser Provinz durchaus dafür, daß diese Einschätzung zutrifft.

So erklärte das US-Verteidigungsministerium Major Troy L. Gilbert für vermißt, nachdem sein Kampfflugzeug vom Typ F-16 „Falcon“ am Montag „etwa 30 Kilometer nordwestlich Baghdads abgestürzt“ sei. Aljazeera zitierte hingegen den irakischen Journalisten Muthana Shakir mit der Aussage, die Maschine sei abgeschossen worden.

„Wir haben glaubwürdige Hinweise erhalten, denen zufolge am Montag gegen 14:00 Uhr eine F-16 der USA über dem Viertel al-Garma nahe des westirakischen Stadt Fallujah abgeschossen worden ist. Das Kampfflugzeug wurde über Ackerland abgeschossen. Augenzeugen bestätigten, daß das Flugzeug mit Raketen beschossen wurde, als es in geringer Höhe flog“, so Shakir. Ein von dem Fernsehsender ausgestrahltes Video zeigte außerdem vorgeblich Trümmerteile und den Leichnam einer Person in entsprechender Uniform, der an einem Fallschirm hängend am Boden lag.

In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung erklärten sich vorgeblich die Organisationen „Armee der Mujaheddin“ („Jaish al-Mujaheddin“) und „Shura-Rat der Mujaheddin“ gemeinsam für den Abschuß des Kampfflugzeugs verantwortlich. Hierbei wurde außerdem behauptet, daß in der Nacht zum Dienstag außerdem drei US-Hubschrauber – zwei Maschinen des Typs H-60 „Black Hawk“ und ein Kampfhubschrauber des Typs AH-64 „Apache“ – in der gleichen Gegend abgeschossen worden seien. Während das US-Militär den Verlust von Hubschraubern an jenem Tag bestritt, wurde hierin ausdrücklich behauptet, die Hubschrauber wie auch die F-16 seien mit tragbaren Boden-Luft-Raketen abgeschossen worden.

Sollte die Darstellung der irakischen Widerstandsorganisationen zutreffen, so würde dies faktisch das Ende der unbeschränkten Lufthoheit des US-Militärs über dem Irak bedeuten. Die gleiche Entwicklung – insgeheim finanziell, personell und mit Waffenlieferungen durch die USA unterstützt – führte letztlich zum Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan.

Ebenfalls am Dienstag berichtete abcNEWS, daß das Pentagon eine „Verlegung“ der 30.000 bisher in der Provinz al-Anbar stationierten US-Soldaten in die irakische Hauptstadt Baghdad erwägt. Tatsächlich wäre „Flucht“ zweifellos eine weitaus zutreffendere Bezeichnung für einen solchen Schritt.
quelle: http://www.freace.de/ Nachrichten, die man nicht überall findet.

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