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Geldverschiebung, Noch mehr Geld für Irak-Krieg

November 15, 2006

Eine Forbes-Meldung vom Samstag zeigt, daß sich der Krieg gegen den Irak und Afghanistan für die Bevölkerung der USA zu einer immer schneller arbeitenden Geldvernichtungsmaschine entwickelt – für einige wenige allerdings höchst einträglich ist.

Erst im Juni hatte der US-Senat einem Nachtragshaushalt in Höhe von 94,5 Milliarden US-Dollar für die Kriege gegen Irak und Afghanistan und – zu einem kleinen Teil – Wirbelsturm-Opfer – zugestimmt.

Wie Forbes nun berichtete, hat das US-Militär einen weiteren Nachtragshaushalt für das am 1. Oktober begonnene US-Finanzjahr 2007 beantragt. Demnach sollen dem US-Militär in diesem Finanzjahr weitere 160 Milliarden US-Dollar für die beiden von den USA derzeit geführten Kriege zur Verfügung gestellt werden. Diese sollen insbesondere auch dazu genutzt werden, „verschlissenes“ – und zweifellos auch zerstörtes – Material zu ersetzen, aber auch für die Neuanschaffung von Waffen. Rechnerisch soll also erneut jeder US-Bürger vom Baby bis zum Greis die Kriege mit weiteren 530 US-Dollar finanzieren. Tatsächlich wird dieser Nachtragshaushalt – es bestehen wenig Zweifel, daß auch hier der US-Kongreß seine Zustimmung nicht verweigern wird – allerdings das Haushaltsloch der USA ein weiteres Mal stark vergrößern, so daß die für die aufzunehmenden Kredite zu zahlenden Zinsen die Kosten für die US-Bevölkerung noch weiter vergrößern werden.

Allerdings wird es auch hier wieder Nutznießer dieser Ausgaben geben. Die US-Waffenhersteller von Boeing, General Dynamics, GM GDLS, Lockheed Martin bis zu Raytheon – um nur einige zu nennen – werden in den Genuß dieses „Geldsegens“ kommen. Einmal mehr werden die von US-Präsident George W. Bush und seiner Regierung begonnenen Kriege also dazu führen, daß die ihnen „nahestehenden“ Unternehmen keine Umsatzeinbrüche zu befürchten brauchen. Da kann es kaum verwundern, daß sich beispielsweise der Aktienkurs von Lockheed Martin, der Anfang des Jahres 2004 bei unter 40 Euro lag, innerhalb von rund zweieinhalb Jahren auf nunmehr knapp 70 Euro fast verdoppelt hat. Ähnliche Kursentwicklungen gab es auch bei den anderen US-Waffenproduzenten.

Daß diese massive Nachforderung von Geldern durch das US-Militär zu einem Zeitpunkt kommt, da die Kurse dieser Unternehmen seit rund einem Monat begonnen haben, doch merklich zu fallen, mag Zufall sein, ist aber doch sicherlich bemerkenswert.
http://www.freace.de

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