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Minen im Libanon töten weiterhin Leben

November 11, 2006

Die von Israel eingesetzten Minen und Streubomben töten täglich drei bis vier Menschen
Die UN kritisierte erneut Israel für den Einsatz von Streubomben und Minen. Jedoch reicht Kritik allein nicht aus, um das libanesische Volk vor den Folgen zu schützen. Obwohl viele Freiwillige aus der ganzen Welt in den Libanon gereist sind, um Bombenreste aufzufinden und den Boden zu säubern, kommen jeden Tag Zivilisten ums Leben.

Die Streubomben, die bei einer winzigen Berührung sofort platzen, sind im Libanon auf einer sehr großen Fläche verteilt. Traurigerweise sind Dreiviertel der Opfer Kinder. Meistens kommen die Kinder, die nicht so vorsichtig sein können wie die Erwachsenen, beim Spielen mit den Bomben in Berührung. Bisher konnten nur wenige davon entschärft werden. Nach Angaben der UN befinden sich noch über eine Million nicht-entschärfte Streubomben im Südlibanon, die Israel während der Besatzung abgeworfen hatte.

Der Direktor der “Landmine Action” Simon Conway berichtete gegenüber der BBC: “Zur Zeit gibt es kein Gesetz, das Streubomben verbietet. Diese Bomben haben kein eindeutiges Ziel und dienen keinem einzigen militärischen Zweck. Diese Bombe verursacht Krieg zwischen Menschen. Wenn sie diese Waffe gegen eine so große Menge von Menschen verwenden, können sie nicht behaupten, sie verfolgten ein politisches Ziel.” Die “Landmine Action” hilft im Libanon, die gefährlichen Bomben zu entschärfen.

Die Besonderheiten dieser Bomben sind, mehr zivilen Schaden als militärischen anzurichten und direkt zu töten. Anders formuliert, sind diese Bomben eine Art Völkermord-Technologie.

Dagegen behauptet Israel, die Anwendung von Streubomben sei gemäß internationalem Recht erlaubt. Außerdem glauben sie, zu Unrecht behandelt zu werden, da jahrelang westliche Länder diese Art von Bomben eingesetzt hätten und jetzt es so dargestellt wird, als würde nur Israel sie benutzen.

Die “Landmine Action” erklärte, dass die Streubomben wie Getränke-Dosen aussehen und daher besonders die Kinder darauf aufmerksam werden. Nach ihren Angaben sind im Südlibanon 35 Prozent der Toten oder Verletzten unter 18 Jahren.

Außerdem berichtete “Landmine Action”, dass die Bomben auf bebautem Ackerland und bewohnten Gebieten sich befinden. Somit werden die libanesischen Bauern davon abgehalten, zu erneten. (sa)

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