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Kriegsverbrechen, Israel feuert auf unbewaffnete Frauen

November 4, 2006

Berichten vom Freitag zufolge sind er langen Listen von im Gaza_Streifen begangenen Kriegsverbrechen weitere hinzuzufügen.

So berichtete AP, daß „hunderte palästinensische Frauen“ – Reuters sprach in einer Meldung hingegen von etwa 50 – dem Aufruf in einer Radiosendung der Hamas gefolgt waren und sich zu einer vom israelischen Militär belagerten Moschee in der Stadt Beit Hanoun aufgemacht hatten. Dort hinein waren den Berichten zufolge „dutzende“ (AP) beziehungsweise „etwa 60“ (Reuters) bewaffnete Palästinenser geflüchtet.

Die unbewaffneten Frauen, die sich der Moschee näherten und als „menschliche Schutzschilde“ – für die dorthin geflüchteten Kämpfer oder auch die Moschee selbst, je nach Sichtweise – dienen wollten, wurden 2 von israelischen Soldaten erschossen und mindestens 10 weitere durch Schüsse verletzt. Hinsichtlich dieser Zahlen besteht Einigkeit zwischen den Meldungen.

Der öffentliche Aufruf an Zivilisten, sich als „menschliche Schutzschilde“ zur Verfügung zu stellen, ist eine klare Verletzung der genfer Konventionen. Ein noch weitaus schwerwiegenderes Kriegsverbrechen ist allerdings zweifellos die Eröffnung des Feuers auf diese unbewaffneten Zivilisten.Bemerkenswert ist hier auch die Aussage der israelischen Majorin Avital Leibovich. „Sie benutzten diese armen Frauen als menschliche Schutzschilde“, sagte sie – eine Aussage, der anhand der bisher vorhandenen Informationen sicherlich nicht zu widersprechen ist. „Dies ist ein deutliches Beispiel der Benutzung der unschuldigen Bevölkerung für den Terror“, so Leibovich weiter. Diese Aussage könnte kaum deutlicher machen, mit welcher „gefühlten“ moralischen Begründung das Feuer auf die unbewaffneten Frauen eröffnet wurde. Leibovich zufolge beteiligten sie sich schließlich durch ihre bloße Anwesenheit vor einer Moschee am „Terror“. Hierbei ist es letztlich gleichgültig, ob Kämpfern innerhalb der Moschee durch die Frauen die Flucht gelungen ist.

Mit der gleichen Argumentationskette eröffneten die britischen Kolonialherren das Feuern auf den passiven Widerstand Mahatma Ghandis. Wer aus welchem Grund auch immer mit tödlicher Gewalt gegen unbewaffnete Menschen vorgeht, könnte seine moralische Kapitulation nicht überzeugender und endgültiger erklären.

quelle: http://www.freace.de

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