Skip to content

US-Agenten verhören 14-Jährige, Angst vor der eigenen Bevölkerung

Oktober 16, 2006

Eine CBSNews-Meldung vom Samstag belegt einmal mehr, daß die US-Regierung jeden – wirklich jeden – US-Bürger – gar nicht zu reden von Ausländern – für einen möglichen, wenn nicht gar wahrscheinlichen Terroristen oder Attentäter hält.

Im Frühling hatte die 14 Jahre alte Julia Wilson auf ihrer persönlichen Seite bei MySpace ein Bild des US-Präsidenten George W. Bush veröffentlicht. Auf dem oberen Rand des Bildes hatte sie mit einer Bildbearbeitungssoftware „Kill Bush!“ – „Tötet Bush!“ – hinzugefügt. Außerdem hatte sie einen Dolch gezeichnet, der in Bushs Hand sticht. Nachdem sie in der Schule erfahren hatte, daß derartige „Drohungen“ – inwieweit dies tatsächlich eine Drohung darstellt, erscheint hier mehr als fragwürdig – eine Straftat darstellen, änderte sie ihre Seite.

Zu diesem Zeitpunkt waren allerdings die US-Behörden bereits auf sie aufmerksam geworden und forschten nach dem Urheber dieser „Drohung“. In dieser Woche hatte ihre Suche schließlich ein Ende und zwei Beamte des US-Secret Service – zu dessen Aufgaben auch der Schutz des US-Präsidenten gehört – kamen während des Unterrichts in die Klasse der Schülerin, um sie mitzunehmen und 15 Minuten lang zu befragen – weder in Begleitung ihrer Eltern noch eines Anwalts. Nach eigener Aussage der 14-Jährigen brachte sie das Verhör der beiden Agenten zum Weinen – was kaum verwundern kann, drohten die Agenten ihr doch, sie könnte wegen ihrer „Drohung“ in ein Jugendgefängnis kommen.

„Sie haben mich viel angeschrien“, berichtete sie. „Sie waren unnötig gemein.“

Zuvor waren die Beamten zu ihrem Elternhaus gefahren und hatten nach ihr gefragt. Als sich „herausstellte“, daß sie in der Schule war, sagten sie zu, zurückzukehren, nachdem sie aus der Schule heimgekehrt sein würde. Stattdessen fuhren sie allerdings zur Schule des Mädchens.

Der hier seitens des Secret Service betriebene Aufwand läßt sich allein schon aus der Ermittlungsdauer von rund einem halben Jahr heraus erahnen. Noch bemerkenswerter ist allerdings, daß die Agenten selbst nachdem sie wußten, daß es sich allein um ein 14-jähriges Mädchen – das das vermeintlich so gefährliche Bild längst entfernt hatte – handelte, nicht darauf verzichten, sie auch noch persönlich zu verhören – und dabei auch nicht auf ihren „üblichen Umgangston“ verzichteten.

Sollten die US-Geheimdienste tatsächlich gegen jeden ermitteln wollen, der im Internet die Worte „Kill Bush“ veröffentlicht, so kommt noch viel Arbeit – und zahlreiche Auslandseinsätze – auf sie zu. Allein in den Profilen der Benutzer von MySpace findet sich diese „Drohung“ über 300 Mal, angeführt zweifellos von einem Benutzer, der sich „Kill Bush“ nennt. Aber auch der Benutzer „Nate“ wurde in zwei aufeinanderfolgenden Einträgen im Gästebuch eines – zwischenzeitlich gelöschten – Benutzers, der sich „George W.“ nannte, äußerst deutlich.

One Comment leave one →
  1. Raffael di-Lenardo permalink
    September 4, 2007 1:05 pm

    Hoffentlich schafft es bald ein Amerikaner den Bush Idioten
    zu killen,beim guten Kennedy hat es angeblich auch ein einziger Mensch geschafft,im Gegensatz dazu, wird beim
    Idioten Bush aber jeder jubeln und sich vor lachen auf die
    Schenkeln schlagen..

    Ein nicht Bush Freund

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: