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Verschwommene Grenzen, US-„Auftragnehmer“ im Irak getötet

Oktober 11, 2006

Bereits am Mittwoch hatte der US-Sender Kiro TV berichtet, daß der frühere Polizist Guy Barattieri aus Seattle im Irak getötet worden ist. Weitere Berichte legen den Verdacht nahe, daß er keineswegs allein als „Auftragnehmer“ in den Irak gegangen ist.

Kiro TV zufolge hatte Barattieri seinen Arbeitsplatz als Polizist im August 2004 gekündigt. Außerdem war er demnach ein Absolvent der US-Elitemilitärakademie Westpoint. Wie der Seattle Post Intelligencer am Freitag berichtete, war er außerdem ehemaliges Mitglied der Eliteinheit Green Berets. Sowohl Kiro TV als auch der Seattle Post Intelligencer und Mercury News meldeten, Barattieri sei als „Auftragnehmer“ – die „höfliche“ Umschreibung für „Söldner“ – im Irak gewesen.

Anders hingegen der Cincinatti Enquirer. Dieser berichtete am Donnerstag, daß Major Barattieri nach Aussage seines engsten Freundes Cliff Pope „immer wieder“ im Irak eingesetzt worden sei. Barattieri sei getötet worden, als eine Bombe vor seinem Konvoi explodierte, so Pope.

Die Vermutung, daß ein altgedientes und hochrangiges Mitglied einer US-Spezialeinheit kaum zufällig und auf eigene Faust in den Irak gehen würde, ist sicherlich naheliegend. Zwar ist hier nicht zu vergessen, daß Söldner im Irak ein herausragendes Einkommen erhalten, andererseits scheint die Aussage seines besten Freundes, Barattieri sei immer wieder im Irak eingesetzt worden, hier sicherlich aufschlußreich. Dies würde allerdings auch bedeuten, daß das US-Militär ganz bewußt US-Soldaten unter dem Deckmantel privater Aufträge in den Irak entsendet.

Da dies eine bewußte Täuschung der Öffentlichkeit und von Konntrollinstanzen bedeuten würde, stellte sich automatisch die Frage nach dem Hintergrund eines solchen Vorgehens. Da das Verhalten der so getarnten Soldaten offenbar vor dem Hintergrund ihrer Angehörigkeit zum US-Militär geheim bleiben soll, läßt dies nur den Schluß zu, daß es sich zumindest bei einem Teil der im Irak tätigen Söldnerunternehmen um Tarnfirmen des US-Militärs oder von US-Geheimdiensten handelt. Andererseits ist die Tatsache, daß das US-Militär ausdrücklich betont, daß es sich bei Barattieri nicht um einen „offiziellen“ Verlust handelte, da er nicht im Dienste des US-Militärs im Irak gewesen sei, sicherlich zumindest ein eangenehme Begleiterscheinung.
www.freace.de

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