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Steigende Verluste im Irak, Höchste Zahl von Verwundeten seit Fallujah

Oktober 11, 2006

Einem Bericht der Washington Post vom Sonntag zufolge hat die Zahl der im Irak verwundeten US-Soldaten im vergangenen Monat den höchsten Stand seit der Offensive gegen die Stadt Fallujah im November 2004 erreicht.

Offiziellen Angaben des US-Militärs zufolge wurden demnach im Irak im September 776 US-Soldaten bei Kampfhandlungen verletzt. Die Zahl der getöteten US-Soldaten lag im gleichen Monat nach Angaben des US-Militärs bei 72, während im November 2004 fast die doppelte Zahl – 137 US-Soldaten – getötet worden waren.

In diesem Monat wird die Zahl der Verwundeten US-Soldaten seitens des US-Militärs bereits mit fast 300 beziffert. 30 US-Soldaten wurden bisherigen Angaben zufolge in den ersten sieben Tagen dieses Monats im Irak getötet.

Verluste der Besatzer im Irak bis zum 08.10.06

Schon diese durch das US-Militär veröffentlichten Zahlen zeigen, daß der Widerstand im Irak an Stärke gewinnt, handelt es sich bei den in diesem Monat Getöteten doch weder um bei einem „Absturz“ einer Transportmaschine noch bei einer großangelegten Offensive getötete Soldaten, sondern allein um den täglichen Blutzoll der Besatzung. Wurden den US-Angaben zufolge in der Woche vom 5. bis zum 11. Januar dieses Jahres 65, in der folgenden Woche 35 und in der darauf folgenden Woche 42 US-Soldaten im Irak so schwer verletzt, daß sie ihren Dienst auch nach 72 Stunden nicht wieder antreten konnten, so haben sich diese Zahlen in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt. In der Woche vom 31. August bis zum 7. September wurden dem US-Militärs zufolge 101 US-Soldaten derart schwer verwundet, in der folgenden Woche 72, dann 137, darauf 90 und in der Woche vom 28. September bis zum 4. Oktober sogar 153.

Diese seit Monaten beständig steigenden Verlustzahlen machen erneut deutlich, daß der irakische Widerstand keineswegs „geschwächt“ ist. Einmal mehr stellt sich hier allerdings auch die Frage, wie glaubwürdig das von den USA genannte Verhältnis zwischen im Kampf verwundeten und getöteten US-Soldaten von vorgeblich etwa 10 zu 1 ist. Tatsächlich kann dieses Verhältnis bei genauerer Betrachtung nur als weiterer Beweis für die Beschönigung der Verlustzahlen durch das US-Militär dienen, dürfte es doch praktisch auszuschließen sein, daß sowohl eine Bodenoffensive gegen eine verteidigte Stadt als auch regelmäßige Bombenangriffe auf Besatzer ein annähernd gleiches Verhältnis produzierten.
www.freace.de

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