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Folterknechte, USA folter(te)n auch in Deutschland

Oktober 11, 2006

Ein Bericht der britischen Menschenrechtsorganisation Reprieve vom Freitag läßt kaum einen Zweifel daran, daß auch US-Militärbasen in Deutschland zur Folterung von Gefangenen genutzt worden sind – und dementsprechend auch weiterhin genutzt werden.

Clive Stafford Smith, Anwalt der Organisation, berief sich bei seinen Vorwürfen auf die Aussagen mehrerer Menschen, die von den USA in US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba gefangengehalten werden.

Hassan bin Attash sagte, jordanische Folterer hätten ihm gesagt, daß sein Bruder Waleed Tawfiq bin Attash, ein vorgebliches hochrangiges „Al-Qaida“-Mitglied, in einem US-Gefängnis auf einer US-Luftwaffenbasis in Deutschland festgehalten werde. Entsprechende Aussagen wurden auch gegenüber Binyam Muhammed, der 18 Monate lang in Marokko im Auftrag der CIA gefoltert wurde, gemacht.

Shaker Aamer, der bis zu seiner Gefangennahme in London lebte, wurde von den US-Behörden nach Afghanistan verschleppt. Von dort wurde er am 12. Februar 2002 nach Guantánamo gebracht. An Abend des 12- Februars machte das Flugzeug eine Zwischenlandung und er und die 30 weiteren Gefangenen mußten in ein anderes Flugzeug umsteigen.

Wie beispielsweise die Basler Zeitung berichtete, hat der stellvertretende deutsche Regierungssprecher Thomas Steg bestritten, von CIA-Gefängnissen auf US-Militärbasen in Deutschland Kenntnis zu haben – die übliche Hintertür, um bei späteren Enthüllungen zumindest behaupten zu können, diese Aussage sei aufgrund mangelnder Informationen wahrheitsgemäß gewesen.

Schon die bloße Behauptung, die Bundesregierung könnte eine definitive Aussage zu machen, ob sich auf US-Basen in Deutschland geheime Gefängnisse der CIA oder anderer US-Nachrichtendienste befänden, ist völlig widersinnig. Es scheint kaum glaubhaft, daß ein betreffender US-Geheimdienst ausgerechnet die deutschen Behörden über entsprechende Einrichtungen informieren würde. Die vehemente Leugnung seitens der Bundesregierung läßt allerdings kaum einen anderen Schluß als die bewußte Deckung derartiger Verbrechen zu.
http://www.freace.de

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