Der türkisch-osmanische Friedhof auf Malta
Positiv überrascht wird der Urlauber auf Malta nicht nur durch das warme Wetter dort, das den Touristen in mediterraner Tradition schon beim Ausstieg aus dem Flieger herzlich Willkommen heisst. Die ersten akustischen Kontakte in Form von Durchsagen auf Malti, der Sprache der Malteser, und die Wörter in verschiedenen Hinweisschildern in lateinischem Schriftzeichen am Flughafen wecken noch dazu eine linguale Neugier; die Ähnlichkeiten mit dem Arabischen sind verblüffend und dies ist noch erst der Anfang der weiteren angenehmen aber auch manchmal wehmutigen Überraschungen auf Malta.
Geschichte und Sprache Maltas
316 km² kleine (der längste Durchmesser 37km) Insel Malta und ihr zugehörende Schwester-Insel Gozo liegen 95 km südlich von Sizilien im zentralen Mittelmeer und gehören somit geographisch und politisch zu Europa. Zum nächsten Land mit islamischer Bevölkerung, nämlich nach Tunesien, sind es nur 320 km, wo auch die Ursprünge der ersten Kontakte mit Muslimen liegen. Schon im Jahre 870 eroberten die Aghlabiden unter der Führung Omar Ubaydullah al-Aghlab aus Nordafrika die Inselgruppe. Aghlabiden erlaubten den Christen die freie Religionsausübung und führten Malta zu einer neuen kulturellen und wirtschaftlichen Blütezeit, durch welche der größte Teil der Bevölkerung zum Islam übertrat. Malta blieb bis 1090 in aghlabidischer Hand. In dieser Zeit wurde insbesondere die Sprache stark vom Arabischen geprägt; geographische, technische und landwirtschaftliche Begriffe, die zuvor es nicht gab, vermischten sich mit der vorhandenen semitischen Sprache zu Malti.
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