Krieg gegen die Islamische Welt durch die Medien

2007 Oktober 2
by deutsche

Auch seriöse Publikation mit hohem journalistischem Standard dienen oft der psychologischen Kriegsführung – ein Beispiel: „The Times“

SundaytimesDie Tageszeitung „Junge Welt“ berichtete am Dienstag, dass die renommierteste Tageszeitung Großbritanniens, The Times, erheblich an Zuverlässigkeit eingebüßt habe und ihr journalistisches Niveau „eine rasante Talfahrt durchgemacht“ hat. Der Autor Knut Mellenthin begründet seine Feststellung damit, dass „The Times“ ein Medienimperium ganz im Dienste der politischen Propaganda sei. „In deren Zentrum steht spätestens seit dem 11. September 2001 der Krieg gegen die islamische Welt.“

Mellenthin führt als Argument einzelne Berichterstattungen auf, die vielmehr der psychologischen Kriegsführung dienen, als der Informierung ihrer Leser. So habe die Sunday Times etwa kürzlich berichtet, dass das Pentagon bereits im Juni eine streng geheime Planungsgruppe für einen Luftkrieg gegen den Iran gebildet hat. Die Herkunft der Nachricht sei ein „geheimer Informant“ aus dem Verteidigungsministerium.

Geheime Informanten waren vor und während des Irak-Krieges eine gängige Informationsquelle. Spätestens nach dem Platzen der Kriegslügen im Irak liegen die Motive solcher Berichterstattungen jedoch auf der Hand. (sa)

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